Watvögel Auge in Auge…. die Perspektive macht es spannend

Ein tolles Erlebnis ist der Vogelzug im Spätsommer und Herbst an der Nord- und Ostseeküste.

 

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Alpenstrandläufer

Da es von Rostock aus sehr einfach ist, zu interessanten Ostseestrandabschnitten zu gelangen, an denen Limikolen zur Nahrungsaufnahme und Erholung für den Weiterzug in den Süden Zwischenstop machen, habe ich mich dieses Jahr intensiver mit diesen Motiven beschäftigt.

Im Netz findet man relativ viele Bilder, auf denen schräg von oben abgebildete Watvögel zu sehen sind.

Dieser Bildwinkel ist meines Erachtens in vielerlei Hinsicht unschön, da die Bildwirkung die typische Draufsicht des Beobachters transportiert, der Hintergrund oft störend wirkt und eine gewisse Distanz zwischen dem Beobachter und dem Fotomodell entsteht.

Begebe ich mich jedoch in eine ganz tiefe Aufnahmeposition, so bin ich mit etwas Glück mitten im Geschehen und auf Augenhöhe mit den kleinen „Stocherern“ und „Sammlern“, die emsig tippelnd am Strand ihr „täglich Brot“ erwerben.

Mit dem niedrigen Objektivfuss und dem Eckla Sphere Bodenstativ, das praktischerweise locker in eine Hosentasche passt, ist die Gegenlichtblende des 400er nur noch 2-3 cm über dem Sand. Das ist optimal, da ich so noch gut schwenken und den Vertikalwinkel auch noch geringfügig verändern kann.

Was für ein Spaß, zwischen Alpenstrandläufern und Knutts auf dem Bauch liegend Fotos zu machen, während die Tiere, wenn ich achtsam bin, oft so viel Vertrauen fassen, dass sie manchmal bis auf 2-3 Meter an mich herankommen, so dass die Naheinstellgrenze meines 400er (ca. 2,7 m) einige Male unterschritten wird.

Verschlußzeiten von 1/2000 s oder kürzer sind fast Pflicht, damit keine Bewegungsunschärfen ins Spiel kommen, denn die Fotomodelle sind fast andauernd unterwegs und laufen mit ständig ändernder Richtung umher. Das Arbeiten möglichst mit Offenblende ergibt einen harmonischen Hintergrund. Das Fokussieren ist hier schon eine große Herausforderung für mich, ohne das Stativ und den Winkelsucher sowie den Servo-AF ist hier kaum ein gutes Bild zu machen. Ausgelöst wird im schnellen Serienbildmodus, damit ich später eine gute Auswahl an Posen, Situationen oder der optimal sitzenden Schärfe habe. Hier mache ich lieber sehr viele Bilder, bevor ich den richtigen Moment verpasse. Mit anderen Worten, aus einer Datenmenge von manchmal bis zu 300 GB ziehe ich dann nur einige wenige aus meiner Sicht gelungene Bilder.

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ruhende Knutts, ganz vorsichtig robbend bin ich auf 3 m herangekommen – ohne zu stören

Auch seltenere Arten wie Sichelstrandläufer und Odinshühnchen, Zwergstrandläufer und Bekassinen lassen sich blicken, teilweise scheuer als die allgegenwärtigen Alpenstrandläufer, bekomme ich aber auch hier einige gute Bilder zu Stande.

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Sichelstrandläufer

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Überraschungsgast – das Odinshühnchen

Sicherlich ist die Bauchlage recht mühsam, mit einigen kleinen Hilfsmittel wird aber auch diese Arbeitsposition machbar und ich halte dann einige Stunden vor Ort durch. Dies ist auch nötig, denn ein Aufstehen würde die ganze Versammlung sofort in eine aufstiebende Menge auflösen. Ich will also nicht stören und komme daher oft schon weit vor Sonnenaufgang an die Lokation.

Aber bereits in der Dunkelheit ist einiges Volk auf den Beinen. Die Schatten von Wasserrallen und Bekassinen huschen über den Schlick, sogar ein Fischotter läuft wie ein Geist durch die nahrungssuchenden Vögel, ist jedoch schon einen Moment später wieder außer Sichtweite.

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Fischotter und Bekassine vor Sonnenaufgang

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Bekassine

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Wasserralle

Mit prall gefüllten Speicherkarten komme ich zufrieden wieder nach Hause und habe tatsächlich so einige recht ansprechende Aufnahmen dabei.

Von mir benutzte technische Hilfsmittel für Telefotografie ganz nahe am Boden:

(das für diesen Zweck bisher beste Bodenstativ, welches ich je genutzt habe)

Originell und einzigartig – Ecklasphere, das etwas andere Tele-Bodenstativ

  • Winkelsucher

(zwingend notwendig, ich komme in dieser Perspektive gar nicht anders an den Kamerasucher)

  • Tarnnetz

(bei scheueren Individuen hat mit das Netz gute Dienste geleistet)

(jeder Zentimeter weniger macht die Perspektive interessanter, es entsteht ein ganz neuer Bildeindruck)

19.10.2016 – Gerade eingetroffen: Kameraplatte für die Canon 5D Mark IV

Jetzt bei uns im Shop erhältlich: Kirk PZ-168 für die Canon 5 D Mark IV (ohne Batteriegriff)

Bodenständig – Neue Makrohilfe von Wimberley

Ein seit Jahren bekanntes und begehrtes Produkt der amerikanischen Manufaktur Wimberley ist die Pflanzen-Klammer Wimberley Plamp.

Jetzt ist das jüngste Mitglied der „Plamp-Familie“ erhältlich, der PP-400:

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Ein flexibler Arm mit einer Spezial-Pflanzenklammer am einen Ende und einem fest integrierten Erdspieß am anderen Ende, lässt kaum einen Wunsch für ambitionierte Makrofotografen offen.

Wenn man eine 3. Hand als Diffusor- oder Reflektorhalter braucht, oder eine Pflanze schonend und wirkungsvoll in Position halten muss, ist dieser Helfer die Lösung schlechthin.

Wiedereinmal beweist Wimberley, wie praxisnah Produkte entwickelt werden können und bietet mit der Plamp-Familie ein vielseitiges Instrumentarium für Makrofotografen an.

Grafische Übersicht mit Anwendungsbeispielen:

  • A flexibler Arm mit großzügigem Durchmesser und hoher Haltekraft
  • B Feintrieb zum exakten und gefühlvollen Schließen der Pflanzenklammer
  • C weiche Schwämmchen zum schonenden Halten empfindlicher Pflanzenteile
  • D Rillen in der Klammer zum soliden Halten von Reflektoren/Diffusoren

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Linkliste zu den Einzelprodukten aus dem Wimberley-Sortiment an Pflanzenklemmen:

  1. Wimberley Ground Plamp® II PP-400
  2. Wimberley Plamp® II PP-200
  3. Wimberley Plamp Stake PP-300
  4. Wimberley Plamp® Extension PP-222
  5. Wimberley Plamp Verlängerungsstange PP-210

 

Bilder von Augenblicke eingefangen bei BIRDIMAGENCY

Seit Kurzem können ausgewählte Bilder von Augenblicke-eingefangen bei der auf hochwertige Vogelfotografien spezialisierten Agentur BIRDIMAGENCY erworben werden:

(Klicken Sie auf das Bild, um zur Agenturseite zu gelangen!)

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Zitate von der „Über uns“ Seite der Agentur BIA birdimagency:

„BIA birdimagency wurde im Mai 2011 gegründet. Inhaber der Agentur ist Chris Romeiks. Ihm zur Seite steht Jan Wegener, einer der besten Vogelfotografen der Welt. Ihr gemeinsames Ziel ist der Aufbau eines einzigartigen Bildarchives für Vogelfotografien. Die Bildangebote soll vor allem verschiedene Printmedien-Verlage und App-Entwickler ansprechen.“

„Fotografen:
Wir arbeiten weltweit mit mehr als 100 Naturfotografen zusammen, die uns täglich mit erstklassigem Bildmaterial beliefern. Unsere Fotografen liegen uns sehr am Herzen, wäre doch ohne ihre Arbeit ein so exquisites Archiv undenkbar. Deshalb bieten wir ihnen sehr attraktive Konditionen.“

„Bildmaterial:

Besondere Kontakte und Spezialisierung ermöglichen es uns, die im WWW wohl beste Auswahl an Vogelfotografien anbieten zu können. Derzeit haben wir mehr als 70.000 Bilder von über 4.000 Vogelarten im Archiv. Alle Bildeinsendungen werden von uns nach Qualität und Ästhetik sorgsam geprüft und kategorisiert.“

„Service:
Eine Kategorie- und Artenübersicht sowie verschiedene Filterfunktionen führen Sie schnell zu Ihrem Wunschmotiv. Sie können uns aber auch gerne mit der Bildrecherche zu bestimmten Themen beauftragen. Unser Service ist für Sie immer kostenlos.“

Blaukehlchen bei Rostock

Lange hatte ich mir gewünscht, Fotos von Blaukehlchen zu machen. Um endlich die Gelegenheit zu bekommen, bin ich dann Ende April mit meinem Freund Bernd auf die holländiche Vogelinsel Texel gefahren. Hier konnten wir tatsächlich einige Reviere ausfindig machen und auch Fotos schiessen. Wir waren wohl ein bis zwei Wochen zu spät vor Ort, denn die Singwarten wurden von den Männchen nur noch sporadisch aufgesucht.

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Männchen auf Singwarte – auf Texel / NL

Was für eine Freude dann im späten Mai ganz in der Nähe von Rostock auch Blaukehlchen zu finden. Den Tip bekam ich von Fotofreund Holger, ich also sofort los und nur mit Fernglas in der Hand abends die Lage sondiert.

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Männchen Futter tragend – bei Rostock / MV / DE

Tatsächlich konnte ich mindestens 3 Brutreviere ausmachen und an den nächsten 2 Tagen am Morgen und am Abend die heiss ersehnten Bilder machen.

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Männchen – bei Rostock / MV / DE

Nach 3 Tagen war der Zauber vorbei, die Jungen waren ausgeflogen und die Blaukehlchen über ein größeres Gebiet verstreut zu sehen, aber nicht mehr auf Fotodistanz zu beobachten.

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Weibchen Futter tragend – bei Rostock / MV / DE

 

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Männchen – bei Rostock / MV / DE

Informationen zur verwendeten Technik und den  Bilddaten sind wie immer durch Klick auf das jeweilige Foto zu finden!